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Symptome, Diagnose Nebennierenschwäche

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Symptome und Diagnose

Typische Beschwerden und Symptome bei einer ausgeprägten Nebennierenschwäche sind oder können sein:

  • morgendliche Anlaufschwierigkeiten
  • benebeltes Denken, Konzentrationsstörungen
  • Müdigkeit, chronische Müdigkeit
  • Abhängikeit von Kaffee (Koffein)
  • häufiges Verlangen nach süßen Snacks
  • Energieloch am Nachmittag (15-17 Uhr)
  • Tagesmüdigkeit
  • Sensibilität auf Gerüche
  • wiederkehrende Infektionen
  • Allergien
  • kurzzeitige Besserung nach Mahlzeiten
  • Schwindel bei schnellem Aufstehen
  • geringe Libido
  • emotionale Überreaktionen
  • Besserung nach dem Abendessen
  • wenig / fehlende Motivation
  • milde Depressionen / Ängstlichkeit
  • Infektanfälligkeit
  • schlechtes Gedächtnis
  • schlechtes Bindegewebe



Auch eine niedrige, schwankende Körpertemperatur ist Ausdruck geringer stoffwechselbedingter Energie. Oftmals existiert eine Kombination von Schilddrüsen- und Nebennieren-funktionsstörungen. So kann die bedingt erfolgreiche Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion selbst mit natürlicher Substitution von T4 und / oder T3 aufgrund einer Nebennierenschwäche kaum dauerhafte Erfolge erzielen. Die Nebennieren müssen in der Lage sein die von der Schilddrüse generierte Energie mitzugehen. Wird der Stoffwechsel mit Schilddrüsenhormonen angekurbelt aber sind die Nebennieren gleichzeitig zu schwach kann es nach einer kurzen Besserung wieder zu den gleichen oder schwereren Beschwerden kommen. Die Reserven der Nebennieren werden dann völlig ausgeschöpft. Daher sollte immer zuerst der Status der Nebennieren überprüft und diese gegeben falls zuerst korrigiert werden. Dann ist auch die Therapie der Hypothyreose effektiver.

Schilddrüse und Nebenniere erscheinen teilweise komplementär zueinander. So kann eine ausgeprägte Nebennierenschwäche wie eine Hyperthyreose (Schildrüsenüberfunktion) wirken (schlankes Erscheinungsbild, blass, nervös etc.) oder umgekehrt eine Schilddrüsenunterfunktion wie starke Nebennieren aussehen (rosig, füllig, ruhig etc.). Eine Tabelle mit Überblick der Beschwerden findet sich hier.

Diagnose

Neben den klinischen Zeichen ist eine sichere Diagnose durch ein Kortisol-Tagesprofil (Speicheltest) möglich. Dabei werden mehrere Speichelproben über den Tag hinweg gesammelt und auf die Konzentration von Kortisol und DHEA hin analysiert. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass sie einfach vom Patienten zu Hause durchgeführt werden kann und das die freien und aktiven Hormone gemessen werden und nicht die gebundenen im Blut. Leider werden diese Untersuchungen nicht von den gesetzlichen Krankenkassen abgedeckt. Ein Stressprofil kostet bei den Labors für Selbstzahler etwa 125 Euro. Einige Adressen von Labors und Therapeuten finden finden Sie in der Behandlerliste. Ein solches Tagesprofil ermöglicht eine genauere, zielgerichtete Behandlung.

Man kann außerdem wichtige Hinweise auf den Zustand der Nebennieren (bzw. der Stoffwechselenergie) erhalten, in dem man seine Körpertemperatur überwacht. Dazu kann man etwa drei Messungen täglich (vorzugsweise unter der Zunge) durchführen und so auch den Erfolg der Therapie beobachten. Es sollte jeweils der Durchschnittswert eines Tages notiert werden. Das Ziel ist eine stabile Temperatur bei ungefähr 37°C zu erreichen. Anfangs sind die Temperaturen meist niedrig und stark schwankend. Die Messungen sollten in Ruhe und mindestens ca. 20 Minuten nach Mahlzeiten oder Getränken erfolgen. – Weitere Informationen zu Adrenal Fatigue.

–> Therapie Adrenal-Fatigue




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